Harald Bierlein-Neußinger

Kindheit und Jugend:

Geboren am 28. Januar 1966 in Nürnberg verlebte ich eine entspannte und freudvolle Kindheit in der Marktgemeinde Heroldsberg bei Nürnberg. Wechselte dann mit 10 Jahren auf das Johannes-Scharrer-Gymnasium und begann mit meiner sportlichen Karriere als Eiskunstläufer. Schon als 16-jähriger zog ich in eine eigene Wohnung nach Füssen im Ostallgäu und führte dort meinen eigenen Haushalt. Ich wurde von meinen Eltern zwar finanziell vollkommen unterstützt, lernte aber durch meinen Leistungssport, Disziplin, Konzentration und Geduld als überlebensnotwendige Tugenden kennen. Der Besuch des Gymnasiums und das tägliche Training auf dem Eis formten meine Persönlichkeit und meinen Charakter.

Erwachsenwerden:

Mit 19 Jahren beendete ich meine Karriere als Hochleistungssportler und schloss, zurück in Nürnberg meine allgemeine Hochschulreife ab. Dann wählte ich den 24 monatigen Zivildienst in einer diakonischen Übergangseinrichtung für psychisch Kranke in Nürnberg als nächsten Lebensabschnitt. Schon immer interessierten mich die Psyche und das Verhalten der Menschen. Bevor ich den Entschluss fasste, mich an Schauspielschulen zu bewerben studierte ich in Erlangen ein Semester Psychologie, Alte Geschichte und Theaterwissenschaften. Dann mit 22 Jahren verschlug es mich nach München an die Zinner-Schauspielschule. Dort absolvierte ich ein 4-jähriges Schauspielstudium mit Abschluss und Aufnahme bei der ZBF. Währenddessen bekam ich meine ersten Engagements an den Münchner Kammerspielen, dem Nationaltheater München und an freien Bühnen.

Einstieg ins Berufsleben:

Mit 26 Jahren führte mich ein Engagement nach Stuttgart. Das kleine Theater „Die Rampe“ suchte junge, unverbrauchte Schauspieler, die mit Idealismus und Leidenschaft den Beruf des Schauspielers erleben wollten. Schnell begriff ich jedoch, dass ich nicht länger nur auf der Bühne agieren wollte und entdeckte eine Leidenschaft für das Regieführen. Seit 1993 lebe und arbeite ich nun wieder in und im Raum Nürnberg und bestreite meinen Lebensunterhalt mit allem, was mit den darstellenden Künsten zu tun hat. Mein persönlicher Durchbruch war die großartige Erfahrung der eigenen Musicalproduktion „Der kleine Horrorladen“ (1997), in der ich als Regisseur und Produzent tägig war. Für zwei Jahr von 1998 bis 2000 leitet ich dann zusammen mit meinem Lebenspartner eine kleine Bühne in der Altstadt von Nürnberg: „Die Bühne im Altstadthof“. Ab 2000 unterrichte ich nun in der Hauptsache und gebe mit Leidenschaft meine Erfahrungen der Bühnenkunst an andere weiter. Bei Stage Coach Nürnberg/Fürth/Schwabach, im Bildungszentrum Nürnberg, als Schauspieler in interessanten Produktionen, wie z.B. dem Museumstheater im Albrecht-Dürer-Haus oder auch als Schauspiellehrer und Regisseur an der Mittelschule in Röthenbach.

Veränderung und Neuorientierung:

Immer wieder öffnete sich eine neue Tür, wenn sich eine andere schloss. So z.B. auch vor einigen Jahren in der Zusammenarbeit mit einem Schauspielschüler am Bildungszentrum, der die Idee hatte mich für das Präsentationstraining in der freien Wirtschaft zu begeistern. Durch Learning by Doing, habe ich mir Schritt für Schritt durch eigenständige Fortbildung und Aufträge als Seminarleiter, Simulationstrainer und systemischer Berater ein neues Wirkungsfeld geschaffen. Weiterhin war es meine größte Leidenschaft, Menschen und ihr Verhalten auf das Genaueste zu beobachten. Große Empathie, gute  Beobachtungsgabe, soziale Kompetenz und emotionale Intelligenz wurden das Fundament meiner Arbeit. Ein stetiges Weiterentwickeln und eine andauernde Neugier sind der Motor meiner beruflichen Qualifizierung. Mein Wirkungsbereich reicht hierbei von der Schulung der Angestellten und Beamten städtischer Behörden bis hin zum Simulationstraining von Mitarbeitern und Führungspersonal großer Unternehmen.

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